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Kredit Umschuldung berechnen

Umschuldungskredit Vergleich © FFG FINANZCHECK – Stand vom 15.10.2018.

Paar bei einer Besprechnung

Ratgeber Umschuldung

Eine Umschuldung bezweckt die Ablösung eines bestehenden bzw. die Zusammenfassung mehrerer Kredite durch ein neuen Ratenkredit.

Gründe für eine Umschuldung

Grund für eine Umschuldungsmaßnahme ist, dass der Kreditnehmer mit dem neuen Kredit einen günstigeren Zinssatz nutzen möchte, als den, den er für den bestehenden Kredit zahlen muss. Ursache für diesen Wunsch ist in der Regel, dass das allgemeine Zinsniveau so weit gesunken ist, dass der Kreditnehmer mit der Umschuldung erheblich weniger Zinsen zahlt als bisher.

Vorteile einer Umschuldung

Ein weiterer Grund für eine Umschuldung kann darin bestehen, dass der Kreditnehmer mehrere Kredite bedienen muss und diese Kredite in einem neuen Kredit in einer Summe zusammenfassen möchte. Er kann auf diese Weise seine Gesamtbelastung reduzieren und bedient dann nur noch den einen neuen Kredit. Mit der Zahlung einer einzigen Kreditrate reduziert er auch seinen Verwaltungsaufwand, da er nur noch eine Bank zu bedienen hat.

Wenn sich über Jahre hinweg mehrere Kreditverpflichtungen angesammelt haben, besteht die Gefahr, dass sich der Kreditnehmer finanziell überfordert. Kann er einen einzelnen Kredit nicht mehr bedienen, riskiert er mit der Kündigung dieses einen Kredits und der daraus meist folgenden negativen Schufa-Eintragung den Zusammenbruch seines gesamten Kreditengagements.

Auswirkungen einer Umschuldung – Nachteile

Die Umschuldung kann über die bisherige Bank erfolgen. Der Kreditnehmer kann aber auch bei jeder anderen Bank einen neuen Kredit beantragen. Allerdings muss er dabei genau nachrechnen, inwieweit die Umschuldung tatsächlich finanzielle Vorteile bringt. Wenn er einen bestehenden Kredit ablöst, muss er damit rechnen, dass er für den bisherigen Kredit eine Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank zahlen muss. Ferner fallen bei Hypothekenkrediten Kosten für die Übertragung von Grundschulden auf die neue Bank an.

Kündigungsfristen von Krediten

Eine kostengünstige Umschuldung erfordert eine gewisse zeitliche Planung. Sie ist ohne weiteres möglich, wenn die Festschreibungszeit eines vereinbarten Zinssatzes ausläuft. Dann kann der Kreditnehmer entweder eine Sonderzahlung leisten und seine Belastung reduzieren oder im Wege einer Umschuldung den gesamten Restkredit ablösen, ohne dass dafür seitens der Bank Kosten anfallen.

Kündigungsfristen bei Krediten mit variablen Zinssätzen

Eine Ausnahme bilden Darlehen mit einem variablen Zinssatz. Hier kann die Kündigung mit einerKündigungsfrist von drei Monaten erfolgen, so dass kurzfristig ohne Nachteile umgeschuldet werden kann.

Kündigungsfristen für einfache Ratenkredite

Einfache Ratenkredite können erstmals 6 Monate nach Auszahlung mit einer Frist von 3 Monaten gekündigt werden. Es fällt dann keine Vorfälligkeitsentschädigung an. Die Bank muss jedoch keine Bearbeitungsgebühren erstatten und darf für die Sachbearbeitung der Kündigung eine angemessene Entschädigung verlangen.

Für Ratenkredite, die nach dem 10.6.2010 abgeschlossen werden, gilt eine Neuregelung. Der Kreditnehmer darf diese jederzeit vorzeitig zurückzahlen, allerdings darf die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung fordern. Sie beschränkt sich auf maximal ein Prozent der vorzeitigen Rückzahlung. Beträgt die Restlaufzeit weniger als ein Jahr, darf sie nur ein halbes Prozent betragen.

Welche Kredite umgeschuldet werden können

Die Umschuldung kann sich auf jede Art von Kredit beziehen. Es kommt dabei lediglich darauf an, für welchen Zeitraum der Zinssatz festgeschrieben ist.

Dispokredit auf dem Girokonto

Wenn das Girokonto mit einem in der Regel extrem teuren Überziehungskredit oder einem Kontokorrentkredit im Minus steht, kann der Kontoinhaber jederzeit umschulden. Es gibt keine Kündigungsfristen. Hier macht eine Umschuldung fast immer Sinn, vor allem weil ein Ratenkredit immer günstiger ist als Dispokredite.

Konsumentenkredite

Bei Ratenkrediten, die Konsumzwecken dienen und meist ohne Sicherheiten bestehen und bei Hypothekenkrediten muss jedoch die Zinsfestschreibungszeit zugrunde gelegt werden. Die mit der Kündigung verbundene Entschädigungsforderung der Bank bestimmt die Wirtschaftlichkeit einer Umschuldung.

Umschuldung in der Zinsbindungsphase

Innerhalb einer Zinsbindungsphase eines Immobiliendarlehens wird die Bank als Kreditgeber eine Umschuldung nicht ohne weiteres gewähren. Hier muss der Kreditnehmer mit der Bank einen Aufhebungsvertrag vereinbaren, in dem die Bedingungen für eine vorzeitige Kündigung des laufenden Kreditvertrages niedergelegt werden. Die Situation lässt sich an einem Beispiel verdeutlichen:

Beispiel:

Ein Kreditnehmer bedient ein Darlehen über 100.000 EUR mit einer Zinsfestschreibungszeit von zehn Jahren. Er zahlt effektiv 6 % Zinsen, somit also jährlich 6.000 EUR zuzüglich Tilgung. Nach sechs Jahren sinken die Zinsen und eine andere Bank bietet ihm das Darlehen für 4 % Zins an. Er würde damit jährlich 2.000 EUR und bei einer Restlaufzeit seines bestehenden Kreditvertrages von vier Jahren fast 8.000 EUR Zinsen sparen und möchte umschulden.

Die Bank verweist bei einer vorzeitigen Kündigung auf ihren Zinsschaden. Dieser entsteht dadurch, dass die Bank das vom Kreditnehmer infolge einer Umschuldung zurückerhaltene Kapital nur noch zu 4 % Zins weiterverkaufen könnte und unter Einbeziehung der Restlaufzeit des Kreditvertrages von vier Jahren eben diese 8.000 EUR verlieren würde. Sie beruft sich darauf, dass der vereinbarte Kreditvertrag als vertragliche Vereinbarung eingehalten werden muss und nicht ohne weiteres gekündigt werden kann.

Der gleiche Fall stellt sich, wenn der Kreditnehmer in der Zinsbindungsphase eine vertraglich nicht vorgesehene Sondertilgung erbringen möchte. Auch hier müsste die Bank auf ihren Zinsgewinn verzichten.

Vorzeitiges Kündigungsrecht beim Verkauf der Immobilie

Die Rechtsprechung hat die Problematik dahingehend geregelt, dass der Kreditnehmer bei einem Hypothekendarlehen dann vorzeitig kündigen, wenn er die Immobilie verkaufen möchte. Die Gründe dafür sind unerheblich (Krankheit, Scheidung, Arbeitslosigkeit, günstige Gelegenheit zum Verkauf). Die Bank muss zustimmen.

Die Gerichte begründen diese Sichtweise damit, dass andernfalls die wirtschaftliche Handlungsfreiheit des Kreditnehmers zu sehr eingeschränkt werde. Soweit es dem Kreditnehmer aber nur darum geht, bei der gleichen oder einer anderen Bank einen günstigeren Zinssatz zu erreichen, muss die Bank der vorzeitigen Vertragsauflösung nicht zustimmen.

Berechnung einer Vorfälligkeitsentschädigung

Soweit der Kreditnehmer sich mit der Bank über eine vorzeitige Vertragsauflösung verständigen kann, wird die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Sie ist regelmäßig Gegenstand streitiger Auseinandersetzungen und beschäftigt immer wieder die Gerichte.

Nach der Rechtsprechung kann eine Bank zwei Berechnungsweisen zugrunde legen:

Sie kann ihren Zinsschaden nach den Refinanzierungskosten berechnen, also danach, wie viel Geld ihr verloren geht, wenn sie die freiwerdenden Mittel in festverzinsliche Wertpapiere anlegt.

Alternativ kann sie ihren Zinsverschlechterungsschaden berechnen, der ihr entsteht, wenn sie das Kapital aus dem Kreditvertrag ihres kündigenden Kunden bei gesunkenen Zinsen zu schlechteren Bedingungen an einen neuen Kreditnehmer neu verleiht.

Abwägung zwischen Vorfälligkeitsentschädigung und Fortführung des bestehenden Kreditvertrages

Allgemein gilt, dass die Vorfälligkeitsentschädigung umso höher zu Buche schlägt, je mehr die Zinsen seit Abschluss des Kreditvertrages gesunken sind und je länger die Zinsfestschreibung des Kredits noch läuft. Der Kreditnehmer, der umschulden möchte, muss demnach die Vorfälligkeitsentschädigung gegen die künftig zu sparenden Zinsen aufrechnen und feststellen, ob er tatsächlich günstiger fährt.

Schließlich muss er den Betrag der Vorfälligkeitsentschädigung auf die Restschuld aufaddieren. Sein Kreditbetrag steigt. Allgemein gilt, dass eine Umschuldung unter Zinsgesichtspunkten nur lohnt, wenn die Zinsdifferenz mindestens 0,25 % beträgt.

Unter Umständen ist es günstiger, den bestehenden Kreditvertrag bis zum Ende der Zinsbindung fortzuführen. Auch derjenige, der eine Sondertilgung leisten möchte, muss überlegen, ob es günstiger ist, diesen Betrag in eine zinsträchtige Geldanlage einzuzahlen und das Kapital erst nach dem Ende der Zinsbindung in den bestehenden Kreditvertrag einzubringen.

Kostenaspekte bei Abschluss eines neuen Kreditvertrages

Der Kreditnehmer muss auch beachten, dass er für den bestehenden Kredit oft eine Restschuldversicherung abgeschlossen hat. Wird auch diese vorzeitig gekündigt, ist abzuklären, dass zumindest der nicht verbrauchte Teil der Prämienzahlung erstattet wird.

Ferner muss er für den neuen Kreditvertrag erneut mit den Kosten für eine neue Restschuldversicherung rechnen. Mit zunehmendem Lebensalter steigt auch die Prämie. Für die Übertragung einer Grundschuld auf einen neuen Kreditgeber fallen Notarkosten und Grundbuchgebühren an.

Umschuldung erfordert fortbestehende positive Bonität

Wenn der Kreditnehmer einen bestehenden Kreditvertrag auflösen möchte, muss er einkalkulieren, dass die Bank seine wirtschaftlichen Verhältnisse neu überprüft um die Bonität festzustellen. Haben sich diese verschlechtert oder findet sich gar in der Schufa eine nachteilig wirkende Eintragung, riskiert er, schlafende Hunde zu wecken und sein Kreditengagement zu gefährden.