Vergleich zur Kreditablösung mit

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Darlehen für Kreditablösung berechnen

Kreditablösung

Frau bei der KreditberatungUnter einer vorzeitigen Kreditablösung versteht man das Auflösen eines bestehenden Kreditvertrages im gegenseitigen Einvernehmen beider Vertragsparteien unter sofortiger Begleichung der noch offenen Kreditschulden. Ob eine vorzeitige Kreditablösung dabei überhaupt möglich ist, wird im Kreditvertrag festgehalten. Meist ist zunächst eine Sperrfrist von einigen Monaten einzuhalten, bevor der Kredit abgelöst beziehungsweise gekündigt werden kann.

Motive für eine vorzeitige Kreditablösung

Da für einen Kredit in der Regel zwischen 6 und 10% Zinsen zu zahlen sind, ist es immer sinnvoll, nur dann Geld von der Bank aufzunehmen, wenn es unbedingt erforderlich ist. Umgekehrt sollte man immer versuchen, einen bestehenden Kredit so schnell wie möglich abzutragen. Beim Abschluss des Kreditvertrages wird dem durch die Festlegung der Raten und der Laufzeit Rechnung getragen.

Ändert sich nun etwas an der persönlichen finanziellen Situation, beispielsweise durch eine unerwartete Erbschaft, der Auszahlung einer Versicherung oder durch eine neue, besser bezahlte Anstellung, sollte man dieses zusätzliche Kapital nutzen, um den bestehenden Kredit abzulösen. Dies spart nicht nur Zinskosten, sondern senkt auch die monatliche Belastung dadurch, dass die Kreditraten wegfallen.

Ein anderer Grund kann eine plötzliche Phase niedriger Zinsen sein. Dies kann vor allem bei langfristigen Darlehen, wie beispielsweise ein Immobilienkredit, zutreffen. Wird der Kredit aufgenommen, geschieht dies zu dem aktuellen Zinsniveau. Sinkt dieses während der Kreditlaufzeit signifikant, kann es sich lohnen, einen neuen Kredit zu dem günstigeren Zinssatz aufzunehmen, um den bestehenden Kredit damit abzulösen.

Beispielrechnung

bestehender Kredit neuer Kredit
  • Restkredit: 10.000,- Euro
  • Restlaufzeit: 36 Monate
  • Zinssatz Effektiv p. a.: 8,99%
  • Monatliche Rate: 316,32 Euro
  • Zinskosten: 1.387,52 Euro
  • Kreditrahmen: 10.000,- Euro
  • Laufzeit: 36 Monate
  • Zinssatz Effektiv p. a.: 5,99%
  • Monatliche Rate: 303,46 Euro
  • Zinskosten: 924,56 Euro

Die Ersparnis liegt bei 462,96 Euro gegenüber dem bestehenden Kredit.

Eine ähnliche Rechnung kann aufgestellt werden, wenn beispielsweise die Zinsbindungsfrist für einen Kredit ausgelaufen ist und der Zinssatz neu verhandelt wird.

Ebenfalls lohnenswert kann die Umwandlung der Kreditzinsen von variabel in fest sein. Vor allem dann, wenn das Zinsniveau stark schwankt oder man einfach persönlich die Sicherheit gleichbleibender Kreditraten schätzt. Zu beachten ist jedoch, dass die Zinsen umso höher sind, je länger sie festgeschrieben werden.

Umschuldung mehrerer Kredite

Mittels einer Umschuldung können mehrere kleine Kredite, unter anderem auch der teure Dispo, zu einem neuen, großen Kredit zusammengefasst werden. Dies lohnt sich vor allem dann, wenn der Zinssatz des neuen Kredites unter dem Zins der alten Kredite liegt, dient aber auch der Übersichtlichkeit. Statt vieler kleiner Raten wird lediglich nur noch eine monatliche Rate fällig, sodass die finanzielle Planung deutlich einfacher wird.

Widerruf des bestehenden Kreditvertrages

Nach Abschluss eines Kreditvertrages kann der Kreditnehmer innerhalb einer 2-wöchigen Frist von diesem zurücktreten, d. h. den Vertrag widerrufen. Dieses Widerrufsrecht, welches auf alle Kreditverträge, die innerhalb der EU geschlossen wurden anwendbar ist, ergibt sich aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), insbesondere dem Kapitel „Besondere Vorschriften für Verbraucherdarlehensverträge“ (§§ 491 – 505).

Die Widerrufsfrist beginnt ab dem Zeitpunkt der Kenntnisnahme der Widerrufsbelehrung, welche zu diesem Zwecke gut lesbar auf den Kreditverträgen direkt über dem Unterschriftenfeld angebracht ist. Damit kommen die Banken ihrer Belehrungspflicht nach.

Kann der Kreditnehmer eine fehlende Widerrufsbelehrung nachweisen, hat er gesetzlich vorgeschrieben bis zu sechs Monate nach Abschluss des Kreditvertrages die Möglichkeit, von diesem zurückzutreten. Die ausbezahlte Kreditsumme muss dann jedoch umgehend zurückbezahlt werden.

Der Widerruf muss schriftlich gestellt werden und innerhalb der Frist bei der kreditgebenden Bank eingehen. Das Datum des Poststempels ist hierfür maßgeblich. Eine explizite Begründung muss nicht angegeben werden, es muss jedoch aus dem Dokument die Widerrufsabsicht deutlich werden (Beispiel: „Hiermit widerrufe ich den mit Ihnen am … geschlossenen Kreditvertrag mit der Vertragsnummer … fristgerecht.“).

Kündigung eines bestehenden Kredites

Grundsätzlich können alle Arten von Krediten durch den Darlehensnehmer gekündigt werden. Es sind jedoch spezifische Fristen zu beachten, die das für den Verbraucher einzuhaltende Mindestmaß darstellen. Vertraglich vereinbarte Regelungen, die für den Verbraucher günstiger ausfallen, haben jedoch Vorrang.

Festgeschriebener Zinssatz

Handelt es sich bei dem Kredit um einen Ratenkredit mit festgeschriebenem Zinssatz, kann dieser durch den Darlehensnehmer nach Ablauf einer sechsmonatigen Frist nach Erhalt der Kreditsumme mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten gekündigt werden (vgl. $ 489 Abs. 1 BGB).

Veränderlicher Zinssatz

Handelt es sich bei dem Kredit um ein Darlehen mit veränderlichem Zinssatz während der Kreditlaufzeit, kann der Kreditnehmer dieses jederzeit mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten kündigen (vgl. § 489 Abs. 2 BGB).

Zinsbindungsvereinbarung

Ein Darlehensvertrag mit vereinbarter Zinsbindung kann entweder nach Ablauf der Zinsbindungsfrist unter Einhaltung einer einmonatigen Kündigungsfrist gekündigt werden oder aber, falls seit Auszahlung des Kreditbetrages mehr als zehn Jahre vergangen sind, mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten.

Ist die Kündigung fristgerecht erfolgt und durch die Bank bestätigt, hat der Darlehensnehmer zwei Wochen Zeit, den fälligen Restbetrag zu begleichen. Lässt er diese Frist verstreichen, wird die Kündigung unwirksam.

Die Kündigung seitens des Darlehensnehmers kann nicht durch vertragliche Vereinbarungen ausgeschlossen werden (vgl. § 489 Abs. 4 BGB). Dies gilt ebenfalls für eventuell in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Bank enthaltene Klauseln.

Vereinbart der Darlehensnehmer mit seiner Bank einer Umschuldung, kann es entweder zu einer einvernehmlichen Kündigung des bestehenden Kredites oder aber zu einer reinen Vertragsänderung kommen. Gesetzliche Fristen sind dann nicht zu beachten.

Mögliche Folgen einer vorzeitigen Kreditablösung

Die meisten Kreditinstitute und Banken sehen im Falle einer vorzeitigen Kreditablösung die Zahlung einer sogenannten Vorfälligkeitsentschädigung durch den Darlehensnehmer vor. Begründet wird dies mit den durch die Ablösung entstehenden Aufwänden sowie dem entgangenen Gewinn durch die kürzere Vertragslaufzeit.

Gesetzlich ist die Vorfälligkeitsentschädigung für grundpfandrechtlich gesicherte Kredite festgeschrieben (vgl. § 490 BGB), nicht jedoch für andere Formen des Verbraucherkredites. Im Umkehrschluss ist den Banken jedoch die Erhebung der Vorfälligkeitsentschädigung bei herkömmlichen Krediten auch nicht untersagt. Daher ist eine entsprechende Vertragsklausel als rechtmäßig anzusehen.

Geltend gemacht werden kann die Vorfälligkeitsentschädigung jedoch nicht, wenn der Kreditnehmer innerhalb der ihm zustehenden gesetzlichen Kündigungsfrist von seinem Recht auf Kündigung Gebrauch macht. Eine derartige Vertragsklausel wäre dann als nichtig anzusehen.

Kündigt der Kreditnehmer nicht innerhalb der gesetzlichen Fristen, kann die Vorfälligkeitsentschädigung in Höhe des entgangenen Zinsgewinnes für die Differenz bis zum möglichen Zeitpunkt der ordentlichen Kündigung erhoben werden.

Viele Banken sehen von der Erhebung einer Vorfälligkeitsentschädigung ab und stellen dem Kreditnehmer stattdessen Bearbeitungsgebühren für das vorzeitige Abwickeln des Kredites in Rechnung. Diese Klauseln sind rechtmäßig und können nicht angefochten werden.

Fazit zur vorzeitigen Kreditablösung

Bevor eine vorzeitige Kreditablösung eingeleitet wird, empfiehlt es sich, eine genaue Kalkulation der aktuellen und künftigen Kostensituation vorzunehmen. In diese Kalkulation sollten so viele Faktoren wie möglich Berücksichtigung finden, um die eigene wirtschaftliche Lage und Leistungsfähigkeit entsprechend genau einschätzen zu können. Auf dieser Basis können dann Kreditangebote geprüft werden.

Attraktive Kreditangebote findet man sehr häufig, doch anstatt diese direkt anzunehmen und über eine Ablösung nachzudenken, sollte man zunächst das Angebot der eigenen Bank vorlegen und versuchen die aktuellen Konditionen im bestehenden Vertrag zu verbessern. Durch den hohen Marktdruck sind die Banken nicht selten bereit dem Kunden entgegen zu kommen, um ihn an sich zu binden.

Sollte es bei der Bank keinen Verhandlungsspielraum geben, ist vor einer Kreditkündigung genaustens zu prüfen, ob sich ein finanzieller Vorteil daraus ergeben würde. Vor allem eine mögliche Vorfälligkeitsentschädigung oder eine vertraglich festgeschriebene Bearbeitungsgebühr kann den Zinsvorteil eines neuen Kredites aufheben.

Sondertilgungen als Alternative zur Kreditablösung

Viele Banken räumen ihren Kreditnehmern die Möglichkeit ein, Sondertilgungen vorzunehmen, um ihre Kreditschuld zu senken. Sondertilgungen sind vertraglich nicht vorgesehene Extrazahlungen auf das Kreditkonto und senken die Zinsbelastung entsprechend.

Sondertilgungen können meist per vertraglicher Regelung frühestens nach Ablauf einer sechsmonatigen Frist getätigt werden und dürfen zudem nicht dazu führen, dass die monatliche Tilgung herabgesetzt wird. Lediglich die Restlaufzeit des Kredites kann sich somit verkürzen.